Rückblick: Fachtagung Alternative Pfarreileitung nach can. 517,2 CIC - Modelle und Erfahrungen

In vielen Bistümern wird angesichts des Fehlens genügend geeigneter Priester zur Leitung von Pfarreien schon seit längerem mit alternativen Leitungsmodellen nach can. 517, 2 CIC ohne kanonischen Pfarrer oder nach Delegationsrecht can. 129, 2 CIC experimentiert. In dieser Praxis ergeben sich Erfahrungswerte und Fragen. Sie betreffen die Vorstellungen von Leitung (singulär und im Team), priesterlichem Dienst in der Kirche, die Klarheit der Rollen, Weisungsrechte und Vorgesetztenbefugnisse sowie die Nomenklatur bei Ernennungen und das Wording in der Praxis. Diese Prozesse sind auch ein Schritt auf dem Weg zu einer partizipativen Kirche, die auch für Leitungsaufgaben die Getauften wertschätzt, haben also auch kirchenentwicklerische Bedeutung.

Welche Zukunftsoptionen ergeben sich daraus? Ist alternative Pfarreileitung eine Chance für mehr Beteiligung des Gottesvolkes oder ein „Etikettenschwindel“, weil Verlängerung einer klerikalen Kirche? Für die Tagung war die Zielorientierung die Handlungsebene der beteiligten Bistümer: Wie kann die Praxis alternativer Pfarreileitung vor Ort entsprechend vorbereitet und gestaltet werden? Welche Probleme und Fragen ergeben sich? Wie können solche Leitungsmodelle verantwortet vorbereitet, installiert und begleitet werden?

Die Tagung fand Di./Mi. 10./11.3.26 im Hanns-Lilje-Haus in Hannover statt.

Einen Bericht mit Ergebnissen und Lernerfahrungen der beteiligten 9 Bistümer finden Sie hier.