Nachrichtenarchiv
2010/10
Podium zu Mission weltweit und vor unserer Haustür
Erfurt - 19.09.2010
Nach dem Gottesdienst, der am 19.09.2010 mit ca. 8.000 Gläubigen auf den Domstufen des Erfurter Domes gefeiert wurde, diskutierten in der Erfurter Predigerkirche Bischof Dr. Joachim Wanke, Weihbischof Dr. Karl-Heinz Diez aus Fulda und der Generalsekretär von Missio Aachen, Prälat Dr. Klaus Krämer unter der Moderation von Dr. Hubertus Schönemann, dem Leiter von KAMP. Prälat Krämer unterstrich, dass die Kirche eine weltweite Lerngemeinschaft sei. Viele pastorale Erfahrungen der Länder des Südens seien auch für die Kirche in Deutschland interessant. Sie müssten allerdings für die spezifische Situation in Deutschland angepasst werden. Bischof Dr. Joachim Wanke warb für eine Kirche, deren Mitglieder im Dialog mit den Menschen ihrer konkreten Umgebung für den Glauben sprachfähig werden. In Erfurt versuchten die Gläubigen, das Evangelium „auf Mitteldeutsch“ zu verkündigen. Vieles, was vordergründig nichts mit dem Glauben zu tun habe, sei aber ein tiefer Ausdruck der Suche und der Sehnsucht der Menschen. Das Krebstagebuch des verstorbenen Regisseurs Christoph Schlingensief erweise sich bei der Lektüre als „gegen den Strich gebürstetes Evangelium“, so Wanke. Er warb für einen vorurteilsfreien Umgang mit den Menschen dieser Zeit. „Es ist wichtig, mindestens zwei Nicht-Getaufte zu Freunden zu haben, besonders, wenn man Priester werden will.“

(v.l.n.r.: Weihbischof Diez, Hubertus Schönemann, Prälat Krämer, Bischof Wanke;
Quelle: Pressestelle Bistum Erfurt/Peter Weidemann)
2010-09-18 predigt_bischof_wanke_bistumswallfahrt.pdf


