Nachrichtenarchiv
2010/05
Papst Benedikt XVI gründet Einrichtung zur Förderung der Neuevangelisierung
Erfurt - 15.07.2010
Es gibt ein neues vatikanisches Ministerium: Der Rat für die Neuevangelisierung. Schon seit einiger Zeit war von der Neugründung in Vatikankreisen die Rede; am Vorabend des Festes der Apostel Petrus und Paulus kündigte Papst Benedikt offiziell den Start der Einrichtung an. Die Errichtung eines päpstlichen Rates geschieht nicht alle Tage, so zuletzt 1988 im Zuge einer von Papst Johannes Paul II. durchgeführten Kurienreform. Damals ging es aber überwiegend darum, bereits bestehende Sekretariate und Kommissionen in den Rang von päpstlichen Räten zu erheben, die ihren Ursprung überwiegend in der Zeit unmittelbar nach dem II. Vatikanischen Konzil hatten. Eine echte Neugründung eines päpstlichen Ministeriums war zuletzt 1987 der Päpstliche Rat für die Seelsorge bei den Kranken.
Um es aus der vatikanischen Perspektive zu beleuchten: Die Gründung eines Päpstlichen Rates ist zwar kein Jahrhundertereignis wie ein Konzil, aber immerhin eine gewichtige Angelegenheit und Ausdruck eines vom Papst als langfristig und wichtig eingeschätzten Bedarfs an Leitung und Inspiration, wie es höchstens alle paar Jahrzehnte einmal vorkommt.
Die Neueinrichtung trägt die Handschrift Benedikts, der eher regiert durch theologische Argumentation und Personalentscheidungen als durch strukturpolitische Maßgaben. Wie Vatikansprecher Frederico Lombardi zu verstehen gab, ist mit der Grundsatzcharta des neuen Rates in unmittelbarer Zukunft noch nicht zu rechnen – aber der Rat hat einen Präsidenten und dieser ist einer der profiliertesten italienischen Fundamentaltheologen. mehr...
Bischof Wanke zur neuen Papstbehörde
Für Joachim Wanke ist die neue Papstbehörde ein „Anstoß, der Mut macht“. Gegenüber domradio.de spricht der Erfurter Bischof über Ursachen einer zunehmend säkularen Gesellschaft - und Wege der Kirche, die Menschen wieder mit der Glaubensbotschaft zu erreichen. mehr...


